13.11.2009, 16:40 Uhr
Ägyptens Hany Said (li.) und Haytham Tambal (Sudan) im Zweikampf. (Foto: imago)Afrika kämpft um die drei letzten Direkt-Tickets für die erste Weltmeisterschaft auf dem schwarzen Kontinent, doch mancherorts schlägt die sportliche Rivalität in blanken Hass um. Bereits vor dem brisanten Duell zwischen Afrikameister Ägypten und dessen Erzfeind Algerien am Samstag in Kairo droht die Situation zu eskalieren. Die Algerier berichteten von einem angeblichen Steinwurf-Angriff auf den Teambus mit fünf leicht verletzten Spielern, was ägyptische Medien als inszenierte Lüge zurückwiesen.
Dadurch geriet die spannende Frage des letzten Spieltages der Afrika-Qualifikation, wer sich neben Gastgeber Südafrika sowie den bereits qualifizierten Teams aus Ghana und der Elfenbeinküste ebenfalls das Startrecht für die WM 2010 sichert, etwas in den Hintergrund. Beste Aussichten haben die Tabellenführer Kamerun, Tunesien und eben Algerien, das auch wegen der aufgeheizten Stimmung in Kairo vor einer schweren Aufgabe steht.
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Im Vorfeld des Duells hatten sowohl der Weltverband FIFA als auch Verantwortliche beider nationalen Verbände für ein Fair Play geworben, doch dies schien nicht zu fruchten. Am Donnerstagabend, so berichteten algerische Medien, soll der Teambus auf dem Weg vom Flughafen ins Hotel durch etwa 200 Personen mit Steinen attackiert worden sein. Algeriens Sportminister Hachemi Djiar erklärte, einige Spieler seien vorübergehend in ein Krankenhaus gebracht worden, ernsthaft verletzt sei jedoch niemand.
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Am Freitag behaupteten ägyptische Zeitungen, dass es algerische Spieler waren, die den Bus absichtlich zerstört hätten, um es dem Erzfeind in die Schuhe schieben zu können. Angeblich hätten Ermittlungen ergeben, dass die Scheiben von innen beworfen wurden.
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Sportlich sehen sich beide Teams im Vorteil. "Wir können uns einen Platz in der Geschichte unseres Landes sichern. Das wird das Spiel unseres Lebens. Ich werde meinen Teamkollegen klarmachen, dass ich stolz bin, sie aufs Feld führen zu dürfen", sagte Algeriens Kapitän Yazid Mansouri. Den "Wüstenfüchsen" mit den Bundesliga-Legionären Karim Ziani (Wolfsburg), Antar Yahia (Bochum) und Karim Matmour (Mönchengladbach) reicht sogar eine Niederlage mit einem Tor Differenz, um sich erstmals seit 24 Jahren wieder für eine WM zu qualifizieren.
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Doch Verfolger Ägypten mit dem Dortmunder Profi Mohamed Zidan hat sich noch nicht aufgegeben. "Wir haben in den letzten Jahren den afrikanischen Fußball dominiert. Wir glauben nach wie vor an uns", sagte Kapitän Ahmed Hassan.
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Derweil könnte Kamerun mit einem Sieg in Marokko seine insgesamt sechste WM-Teilnahme unter Dach und Fach bringen - das wäre Rekord für ein afrikanisches Land. Bei der Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland scheiterte Kamerun wegen eines verschossenen Elfmeters des Kölners Pierre Wome gegen Ägypten, doch die Wunden sind offenbar verheilt. "Man nennt uns die unzähmbaren Löwen. Ein Löwe erobert, verdient Respekt und ist gefürchtet", sagte Stürmer-Star Samuel Eto'o von Inter Mailand.
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Auch Tunesien wäre mit einem Sieg bei Außenseiter Mosambik durch. Dazu beitragen wollen die Hannoveraner Karim Haggui und Sofian Chahed sowie Berlins Leihgabe Armine Chermiti (Al-Ittihad).
Quelle: sid
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