17.11.2009, 18:31 Uhr
Premiere: Stefan Kießling hofft bei seinem Debüt in der Startelf auf den ersten Sieg. (Foto: dpa)Er führt die Torjägerliste der Bundesliga mit acht Treffern an. Klar, dass Bundestrainer Joachim Löw derzeit nicht an Stefan Kießling vorbei kommt. Der seit neun Monaten nicht mehr berücksichtigte Angreifer von Bayer Leverkusen steht daher heute beim Länderspiel gegen die Elfenbeinküste (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) erstmals in der Startelf der deutschen Nationalmannschaft.
Und trotz der im Vergleich zu seinen Konkurrenten Miroslav Klose und Mario Gomez schlechteren Ausgangslage will sich der Bayer-Angreifer doch noch die Fahrkarte für die WM in Südafrika sichern.
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"Mario und Miro sind große Spieler. Aber ich will und werde alles dafür tun, dass ich bei der WM in Südafrika einer von fünf deutschen Angreifern bin. Nachdem es für mich in der Bundesliga bislang super läuft, ist das Spiel eine Chance, mich auch im Nationaldress zu zeigen. Und diese Chance will ich nutzen", sagte der 25 Jahre alte Stürmer, der zuletzt am 11. Februar beim 0:1 gegen Norwegen für rund 20 Minuten zum Einsatz kam. Erstmals war der Franke, der es beim 1. FC Nürnberg und Leverkusen bisher auf insgesamt 50 Erstliga-Treffer brachte, vor zwei Jahren beim 0:1 gegen Dänemark für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) aufgelaufen. Jetzt folgt die Premiere in der Startelf.
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Kießling hatte lange auf eine neue Chance warten müssen. Zuletzt war ihm sogar der Stuttgarter Cacau vorgezogen worden. Nun habe er sich den Einsatz in der Startelf verdient, bemerkte Löw. "Wir haben bei Stefan eindeutig eine Leistungsverbesserung gesehen, und das nicht nur auf Grund seiner Tore", sagte der Bundestrainer. Gerade technisch habe sich der laufstarke Angreifer verbessert.
Auch DFB-Teammanager Oliver Bierhoff bescheinigte dem in Leverkusen unter dem neuen Trainer Jupp Heynckes aufblühenden Angreifer eine starke Entwicklung. "Ich freue mich für ihn, er hat sich seinen Einsatz verdient. Er hat hart an sich gearbeitet und die Ruhe nicht verloren. Stefan hat immer wieder seinen Ehrgeiz gezeigt. Ich glaube, dass er in Leverkusen mit Jupp Heynckes ein hervorragendes Umfeld hat, um sich weiter zu entwickeln", sagte Bierhoff.
Doch der Aufwärtstrend bei dem 25-Jährigen muss sich fortsetzen, damit er tatsächlich eine realistische Chance auf die WM hat. Denn Löw will eigentlich nur zwei Stoßstürmer nominieren - und noch haben Klose und Gomez die Nase vorn. Unabhängig davon ist der ehemalige DFB-Teamchef Rudi Völler davon überzeugt, dass Kießling am Kap der guten Hoffnung für Deutschland auf Torejagd gehen wird. "Wenn Stefan weiter seine Leistung bringt, bin ich sicher, dass er in Südafrika dabei ist", sagte der Bayer-Sportchef.
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Mit Sonderschichten im Kraftraum und beim Torschuss-Training habe er an sich gearbeitet, erklärte Kießling seinen Aufschwung. Auch Jupp Heynckes habe ihn als neuer Vereinstrainer weitergebracht. Nun hofft der Familienvater nach bisher zwei 0:1-Niederlagen getreu dem Motto "aller guten Dinge sind drei" endlich auf das erste Erfolgserlebnis im deutschen Nationaltrikot. "Ich hoffe, dass ich mein drittes Länderspiel mit einem Sieg beende", sagte Kießling.
Quelle: dpa , sid
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