19.01.2010, 09:39 Uhr
Dieses Handspiel bleibt für Thierry Henry ohne Folgen. (Foto: dpa)Aufatmen bei Thierry Henry: Das Handspiel des Angreifers beim entscheidenden 1:1 der französischen Nationalmannschaft gegen Irland im Kampf um die WM-Teilnahme bleibt ohne Folgen.
Bei ihrer Sitzung kam die Disziplinarkommission der FIFA zu dem Schluss, "dass keine rechtliche Grundlage für die Ahndung dieses Falles besteht". Das Handspiel könne nicht als schweres Vergehen gemäß der Regularien betrachtet werden. Das FIFA-Exekutivkomitee hatte die Kommission mit dem Fall beauftragt.
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Im Play-off-Rückspiel in Paris hatte Henry in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer irregulär vorbereitet und dem ehemaligen Welt- und Europameister damit den Weg zur Endrunde nach Südafrika bereitet. Dem Tor von William Gallas waren zwei klare Handspiele Henrys vorausgegangen, die nicht nur irische Minister und Fans empörten, sondern sogar in Frankreich heftig kritisiert worden war. Es existiere kein anderer Rechtstext, "der der Kommission erlauben würde, ein Ereignis, das die Schiedsrichter nicht bemerkt haben, zu ahnden", erklärte die FIFA in ihrer Mitteilung und erklärte die Situation damit zur Tatsachenentscheidung.
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Die Integrität des Spiels sei beschädigt worden, befand damals der irische Verband und erinnerte daran, dass schon einmal ein Qualifikationsspiel zwischen Usbekistan und Bahrain wiederholt worden war. In der Partie war bei einem verwandelten Elfmeter der Usbeken ein Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen. Doch statt auf Wiederholung des Elfmeters entschied der Unparteiische auf Freistoß für Bahrain. Diesmal aber blieben Folgen aus, sowohl für die Franzosen wie auch für den Angreifer des Champions-League-Siegers FC Barcelona.
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Irlands italienischer Trainer Giovanni Trapattoni hatte die Aktion aufs Schärfste verurteilt. "Sie haben uns beraubt. Der Schiedsrichter hätte Henry fragen müssen, dann hätte er das Handspiel zugegeben", sagte er damals. Nach dem 0:1 im Hinspiel bedeutete das Remis in Paris das WM-Aus der Iren.
Selbst der Sünder plädierte für ein Wiederholungsspiel, doch die FIFA pochte auf ihre Regeln. "Natürlich wäre eine Wiederholung des Spiels die fairste Lösung", schrieb Henry in einer Erklärung, die der britische Sender Sky news veröffentlichte. Ob sich Henry damals der Unumstößlichkeit der Tatsachenentscheidung bewusst war, ist nicht bekannt.
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