18.11.2009, 20:09 Uhr
Kollektiver Jubel beim griechischen Team (Foto: Reuters)Otto Rehhagel hat die griechische Nationalmannschaft zur WM 2010 in Südafrika geführt und damit ein perfektes Jubiläum gefeiert. Die von dem 71 Jahre alten Deutschen zum 100. Mal in einem Länderspiel betreuten Hellenen kamen im Play-off-Rückspiel gegen die Ukraine zu einem 1:0 (1:0)-Erfolg.
Auch Frankreich, Portugal und Slowenien lösten ihre WM-Tickets. Die Portugiesen behielten wie im Hinspiel 1:0 gegen Bosnien die Oberhand. Die Slowenen erreichten nach dem Hinspiel-1:2 dank der Auswärtstore-Regelung durch das 1:0 (1:0) gegen Russland die Endrunde, während Frankreich das 1:1 nach Verlängerung gegen Irland reichte.
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"Ich bin stolz auf meine Jungs. Ich habe ihnen gesagt: Kein Berg ist zu hoch - und sie haben mit Leidenschaft und Engagement gespielt", stellte Rehhagel zufrieden fest. Nach dem 0:0 im ersten Duell in Athen machten die Griechen in Donezk durch Dimitrios Salpingidis' Tor (32.) ihre zweite WM-Teilnahme nach 1994 perfekt. Rehhagel, der mit seinem Team 2004 sensationell den EM-Titel gewonnen hatte, ist 2010 erstmals bei einer WM als Coach dabei.
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"Dies ist ein großartiger Moment", sagte Angelos Charisteas vom 1. FC Nürnberg. "Wir haben es durch ein wunderschönes Tor nach Südafrika geschafft." Siegtorschütze Salpingidis konnte sich einen Seitenhieb auf die Kritiker nicht verkneifen, die vor allem Rehhagel attackiert hatten: "Wir feiern diesen Erfolg. Es wurde viel Kritik geäußert, und dies ist unsere Antwort. Wir haben immer an uns geglaubt."
In Abwesenheit des weiter verletzten Superstars Cristiano Ronaldo avancierte Raul Meireles für Portugal zum gefeierten Mann. In Zenica war nach seinem Führungstor (56.) die Gegenwehr der mit Bundesliga-Assen gespickten Bosnier, von denen der Hoffenheimer Sejad Salihovic (56.) Gelb-Rot sah, so gut wie gebrochen. Während Portugal damit zum fünften Mal ein WM-Turnier erreicht hat, ist Slowenien nach der Premiere 2002 zum zweiten Mal dabei: Den Siegtreffer erzielte Stürmer Zlatko Dedic vom VfL Bochum (44.). Bei den Russen mussten in diesem nervenaufreibenden Duell Kerschakow und Schirkow vorzeitig vom Feld.
Frankreich musste trotz des Hinspielerfolgs in Irland noch kräftig zittern, denn Robbie Keane (33.) brachte das Team von der grünen Insel in Führung. Erst in der Verlängerung rettete Williams Gallas (103.) mit einem heftig umstrittenen Tor der Equipe Tricolore das 1:1 (0:1, 0:1) gegen aufopferungsvoll kämpfende Iren und damit Trainer Raymond Domenech den Job. Vor dem Ausgleich hatte Kapitän Thierry Henry allerdings den Ball klar mit der Hand gespielt. Die Grande Nation fährt somit zum 13. Mal zur WM.
Quelle: dpa
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