27.11.2009, 15:29 Uhr
Hat die Wettmafia auch Spiele der WM-Qualifikation manipuliert? (Foto: imago)Im Zuge des größten Wettskandals der europäischen Fußball-Geschichte ist erstmals auch ein Spiel der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika unter Verdacht geraten. Nach Informationen von "Spiegel TV" soll die Wettmafia geplant haben, Einfluss auf das WM-Qualifikationsspiel zwischen Bosnien und der Türkei am 9. September 2009 (1:1) zu nehmen.
Demnach sollte dieses Spiel eine andere Wendung nehmen. Das soll jedenfalls aus Ermittlungsakten der Bochumer Staatsanwaltschaft hervorgehen. Angeblich wurden im Zuge der Ermittlungen Telefonate abgehört, in denen darüber gesprochen worden sein soll, wie die Partie zwischen Bosnien-Herzegowina und der Türkei manipuliert werden könnte. Ob oder wie die Partie letztlich beeinflusst wurde - darüber soll sich in den Akten allerdings nichts finden.
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Der Fußball-Weltverband FIFA wollte sich auf Nachfrage von "Spiegel online" grundsätzlich nicht zum Thema Wettskandal äußern und verwies auf die Sondersitzung des Exekutivkomitees am 2. Dezember in Kapstadt. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte diese Sitzung kurzfristig anberaumt, die Exekutive will sich dort auch mit den Folgen des Wettskandals in Europas Fußball beschäftigen.
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Bundestrainer Joachim Löw sieht den Fußball weltweit durch den neuen Wettskandal schwer beschädigt und fordert für alle Spiel-Manipulationen abschreckende Strafen. "Wenn es sich herausstellt, dass Spieler oder Schiedsrichter manipuliert haben, müssen die Betrüger drastisch bestraft werden", sagte Löw. Der Bundestrainer setzt vollstes Vertrauen in die ermittelnde Staatsanwaltschaft Bochum und die Sportgerichtsbarkeit des Deutschen Fußball-Bundes. "Ich weiß, dass der DFB alles dafür tut, um seine bekannte und klare Position in dieser Angelegenheit zu realisieren. Es ist absolut positiv, wie rigoros Präsident Theo Zwanziger und alle anderen DFB-Vertreter in diesem Fall vorgehen", sagte Löw.
Special
Quelle: sid , dpa
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