Ein Tor fiel in Helmut Rahns 73-jährigem Leben immer wieder: jener Linksschuss zum 3:2 über Ungarn am 4. Juli 1954 in Bern. Ungezählte Male musste der Essener („Helmut, erzähl’ mich dat Tor!“) diesen historischen Moment des WM-Endspiels schildern. Irgendwann schlug es aufs Gemüt und die Gesundheit des ersten Rotsünders der Geschichte der Bundesliga. Rahn drängte in kein Rampenlicht, obwohl er 1958 zur WM in Schweden sogar zum Führungsspieler avancierte und sechs Treffer erzielte. Am 27. April 1960 verabschiedete sich der damals für den 1. FC Köln spielende "Boss" mit einem Treffer gegen Portugal – seinem 21. im Nationaldress – standesgemäß nach 40 Einsätzen von der internationalen Bühne.
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