20.07.2010, 17:22 Uhr | Aus Frankfurt berichtet Thomas Tamberg
Authentisch wirkte die Szenerie der Vertragsverlängerung nicht: Bundestrainer Löw und DFB-Präsident Zwanziger. (Foto: dpa)
Um 12.30 Uhr war die Pressekonferenz angesetzt im Sepp Herberger Tagungsraum Nummer 3 der DFB-Zentrale in Frankfurt. Wie passend. Im Raum, der nach dem Bundestrainer benannt ist, mit dem Deutschland 1954 den ersten Weltmeistertitel feiern konnte, sollte die Fortsetzung der Arbeit mit dem aktuellen Nationalcoach Joachim Löw und Team-Manager Oliver Bierhoff verkündet werden. Mit wenigen Minuten Verspätung erschienen die Protagonisten. Gemeinsam betraten DFB-Chef Theo Zwanziger, Generalsekretär Wolfgang Niersbach sowie Löw und Bierhoff die Szenerie. (Klicken Sie sich durch die Karriere von Joachim Löw)
Nach knapp einer Stunde und der Verkündung, dass bis zur EM 2012 alles so weiterläuft wie bisher, verließ das Quartett wieder den Raum. Einzeln, jeder für sich. Ein Symbol? Nach sechs Monaten Querelen und Missverständnissen sollte zwischen Verband und Trainer-Team der Schulterschluss propagiert werden, doch richtig überzeugend wirkte der Auftritt nicht.
Dennoch ist es lobenswert, dass Zwanziger überraschend schnell die dickste Kuh von allen vom Eis geführt hat, schließlich wartet immer noch der Fall um Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell auf endgültige Klärung. Durch die zügige Vertragsverlängerung mit dem beliebten Bundestrainer hat der 65-Jährige, der zuletzt aufgrund seines Krisenmanagements immer wieder in der Kritik stand, die größte und am häufigsten in der Öffentlichkeit diskutierte Baustelle geschlossen.
Damit hat er den Super-Gau vermieden und aufkommenden Spekulationen schnell einen Riegel vorgeschoben. Zwanziger hat sich Luft verschafft, schließlich will er im Oktober wiedergewählt werden. Zwar kokettierte er wieder einmal mit seiner Demission ("Ich werde mir in Ruhe Gedanken machen, was für den Verband richtig ist und was für mich richtig ist."), aber es gilt als ausgemacht, dass sich der gelernte Jurist wieder zur Verfügung stellen wird.
Doch die neue angepriesene Harmonie zwischen den DFB-Funktionären und dem Trainer bzw. Team-Manager passte nicht wirklich zu ihrem Mienenspiel. Zwar lobte Zwanziger die "sehr unkomplizierten Gespräche" und leitete die Pressekonferenz mit den Worten ein, "lieber Joachim Löw, lieber Oliver Bierhoff, ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit", doch gänzlich authentisch wirkte die Szenerie nicht. Zumal sich Löw noch Bierhoff Äußerungen über ein vertrauensvolles Zusammenarbeiten mit dem DFB-Boss verkniffen. (Klicken Sie sich durch die bisherigen Bundestrainer der Nationalmannschaft)
Dabei arbeiten sie seit 2004 nun Seite an Seite mit Zwanziger für den DFB. Gemeinsam erlebten sie das WM-Sommermärchen 2006, den zweiten Platz bei der EM 2008 und den glänzenden Auftritt der Nationalmannschaft zuletzt bei der WM 2010 in Südafrika. Man könnte vermuten, dass nach einer sechs Jahre andauernden Erfolgsgeschichte, die Verkündung einer gemeinsamen Zukunft, etwas lockerer vonstatten geht. Ein Späßchen hier, ein flotter Spruch da, man war erfolgreich, man kennt sich, man vertraut sich. Nichts von alle dem. Auch wenn Niersbach die Tatsache der schnellen Vertragsverlängerung als Zeichen des großen Vertrauens pries, Restzweifel blieben. (Lesen Sie weitere Stimmen zur Vertragsverlängerung von Joachim Löw)
Insbesondere wenn Zwanziger am Vortag in einem Interview mit der "Rheinpfalz" noch einmal bekräftigte, dass er sich damals im Winter doch mit Löw bereits auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit geeinigt hatte. "Den Handschlag hat's gegeben." Eine Tatsache, die Löw immer wieder abstritt. Nach wie vor steht im Raum: Einer der beiden sagt nicht die Wahrheit.
Vertrauen hin, Vertrauen her: Zwanziger hat es geschafft das Erfolgsduo Löw/Bierhoff weitere zwei Jahre für die Nationalmannschaft zu gewinnen. Wahrscheinlich war es gar nicht so schwer. "Die Motivation ist extrem hoch, diese Mannschaft weiterzuentwickeln und weiterzuführen", ließ Löw durchblicken, dass das gesamte Trainer-Team die Früchte ihrer begonnenen Arbeit gerne selber ernten wollen. Das Tempo der Einigung beweist auch, dass beide Seiten zum Wohle des deutschen Fußballs zu Kompromissen bereit waren. Das ist immerhin hoch professionell. Und mehr sollte man auch nicht erwarten.
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Quelle: t-online.de
Thorsten schrieb:
am 31. Juli 2010 um 12:38:03
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Löw
Ich finde es gut das Löw weiter Trainer unserer Nationalmannschaft ist. Die Arbeit die Klinsmann begonnen hat setzt er weiter gut
um(siehe die Motivation unserer Elf bei der WM und das super Ergebniss)man kann doch nicht erwarten(gut ich habe es gehofft)das so eine junge und unerfahrene Truppe gleich Weltmeister wird wenn man ein bisschen Ahnung vom Fußball hat und realistisch nachdenkt war das doch klar.Die EM 2012 wird mit diesem Team sehr erfolgreich für uns sein.
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Adolf schrieb:
am 21. Juli 2010 um 16:35:00
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Nationalmannschaft
Fand die Verjüngung des deutschen Teams gut, Löw passte auch dazu. Es fehlt der Nationalstolz verglichen zu anderen
Ländern, die halbe Mannschaft enthält sich der Nationalhyme?, deutsche Moderatoren kommentieren die Spiele als seien sie neutrale Schiedsrichter, aus Versagensangst wird der Erfolg heruntergespielt, Löw hat die Angst vor Spanien geschürt, wir hätten das Finale gewinnen können
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Olli schrieb:
am 21. Juli 2010 um 12:57:41
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DFB
Leider macht der DFB den gleichen Fehler wie die Franzosen. An einem Trainer festhalten, der ausgelutscht ist und einfach nicht mehr kann
als sich selbst überschätzen. Löw wird es wie Domeneck gehen. Er bleibt so lange, bis er mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt wird. Ich bezweifle, dass er bei der EM irgendwas reisst. Und dann heisst es wieder, es hat Spass gemacht und wir haben Perspektiven.Hohles Gequatsche,schade dass beim Bundestrainer nicht das Leistungsprinzip zählt,Löw wäre dann weg
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