08.02.2010, 12:27 Uhr
Tim Wiese hadert mit seinen Leistungen. (Foto: imago)Was ist nur mit Tim Wiese los? Genau wie sein Team Werder Bremen findet auch der Keeper nach der Winterpause nur schwer in die Form des vergangenen Jahres. In keinem der bisherigen vier Rückrundenspiele agierte der 28-Jährige fehlerfrei. Im Rennen um den Platz im deutschen Tor für die WM in Südafrika ein empfindlicher Rückschlag für Wiese. Beim muskulösen Torhüter scheinen die Nerven deshalb blank zu liegen. Nach dem Abpfiff der Partie gegen Hertha BSC (2:1) rasselte der frühere Kaiserslauterer mit Werder-Kapitän Torsten Frings zusammen.
Der Grund: Bremens Torwart wollte sich erneut bei Schiedsrichter Perl beschweren, dass der den Treffer von Theofanis Gekas zum 1:1 gegeben hatte. Der Keeper hatte zuvor im Luftduell mit Arne Friedrich ein Foul des Berliners wahrgenommen, der Referee und wohl auch die meisten Zuschauer im Stadion und an den Fernsehgeräten nicht. Für sie lag die Schuld wohl eher beim Schlussmann der Hanseaten.
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Wieses fortgesetztes heftiges Intervenieren beim Schiri fand Frings gar nicht lustig. "Ich habe versucht, Tim zu beruhigen. Es bringt doch nichts, nach dem Spiel zum Schiri zu rennen.“ Wiese sah das anders und wollte sich gar nicht beruhigen: "Ich bleibe dabei: Für mich war es ein Foul. Im Fünfmeterraum reicht die kleinste Berührung, und schon kommt man nicht mehr an den Ball.“ Selbstkritik sieht anders aus. Bereits in den Partien in Frankfurt, zuhause gegen Bayern München und bei Borussia Mönchengladbach offenbarte der Keeper Schwächen beim herauslaufen und in der Strafraumbeherrschung. Dazu kamen Fehler auf der Linie wie gegen die Bayern, als Wiese einen haltbaren Freistoß von Arjen Robben passieren ließ.
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Bundestrainer Joachim Löw hat sich für Südafrika bereits auf Rene Adler von Bayer Leverkusen, Schalkes Keeper Manuel Neuer und Wiese als die drei WM-Torhüter festgelegt. "Die Situation ist glasklar: Wir haben drei Torhüter, die absolute Priorität haben und mit zur WM fahren, weil sie seit ein, zwei Jahren klasse Leistungen zeigen. Es gibt keinen Anlass, einen anderen Torwart als Nummer vier zu favorisieren, falls sich einer von ihnen verletzt", sagte der 49-Jährige der "Sport Bild". Wenn Wiese seine Nerven nicht bald in den Griff bekommt und zu alter Stärke zurückfindet, könnte aus dem Dreikampf im deutschen Tor schon schnell ein Zweikampf werden.
Quelle: t-online.de
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