13.10.2008, 12:46 Uhr
Sichtlich mitgenommen: Kevin Kuranyi (Foto: ddp)
Kevin Kuranyi hat nach seinem Rauswurf aus der deutschen Nationalmannschaft sich selbst verteidigt, gleichzeitig aber einen Fehler eingeräumt. "Es tut mir für die Mannschaft leid, dass ich einfach gegangen bin. Es war falsch. Dafür habe ich mich in einem Telefonat mit dem Bundestrainer auch entschuldigt. Dafür gibt es keine Worte der Wiedergutmachung", sagte der 26 Jahre alte Schalker auf einer Pressekonferenz in Gelsenkirchen sichtlich bewegt.
In einer Nacht- und Nebel-Aktion hatte Kuranyi am Samstag während des WM-Qualifikationsspiels der deutschen Elf gegen Russland (2:1) das Dortmunder Stadion vorzeitig verlassen und war nicht ins Mannschaftshotel zurückgekehrt. Daraufhin hatte Joachim Löw den Angreifer aus der Nationalmannschaft geworfen.
Video Kevin Kuranyi bei der Pressekonferenz
Kevin KuranyiEntschuldigung bei Löw
Kommentar
Löw hatte keine andere Wahl
SportblogDas Ende der Nutella-Boys
Kuranyi betonte, "dass ich vollkommen dahinter stehe. Ich bin gegangen, weil ich das, was in den vergangenen Jahren passiert ist, nicht mehr ertragen konnte". Er habe immer seine Leistung gebracht, sei aber bei wichtigen Turnieren oder Spielen fast nie berücksichtigt worden. Eine Rückkehr in die DFB-Auswahl wollte der Stürmer jedoch nicht kategorisch ausschließen: "Das ist Zukunftsmusik. Wichtig ist, dass ich Leistung bringe."
Alle auf die BankLöw fordert eine Regeländerung
WM-Qualifikation - Gruppe 4Deutschland führt vor Wales
Auf einer zeitgleich stattfindenden DFB-Pressekonferenz in Düsseldorf sagte Bundestrainer Joachim Löw, dass er die telefonische Entschuldigung von Kuranyi für dessen unerlaubtes Entfernen von der Nationalmannschaft angenommen habe. Zugleich hat er die Trennung von dem Stürmer aber als "unwiderruflich" bezeichnet. "Daran gibt es nichts zu rütteln", erklärte Löw. Kuranyi hatte sich erst am später Sonntagabend bei Löw gemeldet "und sich grundsätzlich für seine Reaktion entschuldigt", sagte der DFB-Chefcoach. Kuranyi habe den "Fehler, die Mannschaft im Stich gelassen zu haben", eingestanden, berichtete Löw von dem Gespräch. "Aber meine Entscheidung steht."
Video
Traum-Einstand für Rene Adler
Von Adler bis GomezDie DFB-Kicker in der Einzelkritik
Der Spielbericht
Glück in den zweiten 45 Minuten
Kuranyi hofft nun, "dass sich alles schnell wieder beruhigt und der Alltag kommt. Ich will meine Arbeit für Schalke so gut wie möglich machen und habe noch genügend Ziele, für die ich kämpfen werde". Heute trainierte der Angreifer wieder bei seinem Klub Schalke 04, allerdings nicht mit der Mannschaft. Kuranyi absolvierte eine Reha-Einheit im Kraftraum. Am Dienstag will er wieder in den normalen Trainingsbetrieb zurückkehren.
Schalkes Manager Andreas Müller betonte, dass er "höchsten Respekt" vor Kuranyis Entscheidung habe: "Er hat einen Fehler gemacht. Aber man muss sich einmal Gedanken machen, warum so ein Junge mit 26 Jahren nicht mehr in der Nationalmannschaft spielen will." Kuranyi sei bei Schalke "sehr gut aufgehoben. Wir werden ihn auffangen. Hier hat er das Vertrauen, das er in der Nationalmannschaft nicht so hatte".
Testen Sie Ihr Wissen
Foto-ShowSportler und ihre Doppelgänger
Quelle: sid , t-online.de
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Sechs Flaschen 2006er Domaine la Casenove + vier Gläser für 39,- € statt 78,30 €. von Hawesko
Zwei Qualitätshemden Ihrer Wahl für nur 50,- € : 5 Jahre Garantie und Retoure kostenlos. zum Special
Testsieger-Patronen für Marken-
drucker im TÜV-geprüften Online-
Shop kaufen. mehr
Samsonite Trolleys, Reisetaschen und Accessoires: Voll gepackt mit guten Preisen von koffer-direkt.de.
Zuletzt gab es Differenzen zwischen ihm und dem Verband. zum Video