
vom Sat Sep 06 16:09:05 CEST 2008
Daumen hoch für die eigene Leistung: Lukas Podolski. (Foto: ddp)Angeführt vom zweifachen Torschützen Lukas Podolski hat die deutsche Nationalmannschaft mit dem erhofften Schützenfest die erste Etappe auf dem Weg zur WM in Südafrika bewältigt. 69 Tage nach dem verlorenen EM-Finale gewann die DFB-Auswahl im strömenden Regen beim Fußball-Zwerg Liechtenstein klar mit 6:0 (1:0).
Der hochmotivierte und brandgefährliche Podolski brachte das Löw-Team jeweils nach feinem Zusammenspiel mit HSV-Profi Piotr Trochowski mit seinem sechsten Doppelpack im Nationaltrikot (21., 48. Minute) auf die Siegerstraße. "Ich fühle mich hier sehr wohl und habe das Vertrauen das Trainers. Ich komme gern her", sagte der Bayern-Angreifer nach seinem 56. Länderspiel.
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Vor 6128 Zuschauern im ausverkauften Rheinpark-Stadion in Vaduz erhöhten in der einseitigen Partie Simon Rolfes mit seinem ersten Länderspieltor (65.), Bastian Schweinsteiger (66.), Thomas Hitzlsperger (76.) und Heiko Westermann (86.) ebenfalls mit seinem Tor-Debüt im DFB-Trikot zum auch in der Höhe verdienten Sieg. Damit gelang der von Bundestrainer Joachim Löw erwartete Auftakt-Erfolg in die WM-Qualifikation, in der schon am kommenden Mittwoch in Helsinki gegen Finnland die erste wirkliche Bewährungsprobe ansteht.
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"Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, und das ist uns gelungen", sagte Löw nach seinem 30. Spiel als Bundestrainer. "Wir haben gezeigt, dass wir auch gegen Mannschaften, die sehr defensiv stehen, erfolgreich spielen können. In der ersten Halbzeit hätten wir ein, zwei Treffer mehr machen können, aber dafür haben wir in der zweiten Hälfte ein paar schöne Tore erzielt."
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Im Dauerregen von Vaduz dauerte es bis zur 21. Minute, ehe Podolski nach wunderbarem Zusammenspiel mit Trochowski den Bann brach. Der Hamburger Trochowski (4.) und Bastian Schweinsteiger (12.) waren zuvor noch am guten Torwart Peter Jehle gescheitert. Nach der Jammer-Diskussion unter der Woche über seine Reservisten-Rolle bei den Bayern war es nun aber wieder der ehemalige Kölner, der mit einem wichtigen 1:0 den Weg ebnete für einen erfolgreichen Qualifikations-Start.
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Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber zwar versucht, mit einem enormen läuferischen Aufwand das Offensivspiel des EM-Zweiten zu stören und die Räume eng zu machen, doch auf dem nassen Rasen kostete diese Energieleistung viel Kraft. Benjamin Fischer vom FC Vaduz setzte nach zehn Minuten mit einem Distanzschuss ein erstes Achtungszeichen - es sollte bis kurz vor Schluss das einzige bleiben. Lediglich Mario Frick (84.) prüfte Enke noch einmal - vergebens.
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Spielerisch war ein Klassenunterschied auszumachen, allein die Torausbeute ließ vor der Pause zu wünschen übrig. Hitzlsperger aus der Ferne (30.) und Ersatz-Kapitän Miroslav Klose (33.) verpassten eine höhere Pausen-Führung. Der Bayern-Angreifer agierte unglücklich und wurde nach einer guten Stunde gegen Mario Gomez ausgetauscht. Klose stand klar im Schatten seines Vereinskollegen Podolski, der lauffreudiger und immer auch über die Flügel gefährlich war.
Der Stuttgarter Hitzlsperger zog im Mittelfeld mit viel Übersicht die Fäden und ersetzte den verletzten Leitwolf Michael Ballack mehr als adäquat. Das galt auch für den Leverkusener Rolfes, der als Torsten-Frings-Double für Sicherheit und Stabilität sorgte. Beide rundeten ihre gelungene Vorstellung mit den Toren nach der Pause ab.
Im dritten Vergleich mit dem europäischen Fußball-Winzling unterschätzte das Löw-Team den 130. der Rangliste nicht. Mit direkten Flachpass-Kombinationen entwickelten die Deutschen Dauerdruck - und konnten sich zudem auf ihre Defensive verlassen. Vor dem Hannoveraner Robert Enke, der auch in seinem zweiten Spiel als deutsche Nummer 1 erneut sein Tor sauber hielt, gingen auch die neue Innenverteidigung mit Serdar Tasci (Stuttgart) und Heiko Westermann (Schalke) abgeklärt zur Sache - ohne jedoch über die 90 Minuten ernsthaft gefordert zu werden.
Nach dem Seitenwechsel forcierten die Gäste noch einmal das Tempo. Diesmal dauerte es nur drei Minuten, ehe der überragende Podolski auf 2:0 erhöhte - wieder nach feinem Kurzpassspiel mit Trochowski, der seine Chance nutzte und das Vertrauen von Löw rechtfertigte. Erneut Podolski mit einem Volleyschuss (51.) und eine Minute später Hitzlsperger verpassten aus aussichtsreichen Positionen. Besser machten es wenig später Rolfes, Schweinsteiger, Hitzlsperger und Westermann. Bayern-Profi Schweinsteiger hatte gerade die Kapitänsbinde von Klose übernommen, als ihm das 4:0 gelang.
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