22.06.2010, 21:23 Uhr | sid
Für Otto Rehhagel ist der letzte Vorhang gefallen. Der Europameister von 2004 ist mit Griechenland aus dem WM-Turnier ausgeschieden. Damit dürfte sich Rehhagel endgültig von der großen Fußball-Bühne verabschieden. Seine Mannschaft unterlag Top-Favorit Argentinien mit 0:2 (0:0) und muss den Südkoreanern den Gang ins Achtelfinale überlassen. Bayern Münchens Innenverteidiger Martin Demichelis (77.) und Martin Palermo (89.) trafen für die Mannschaft von Trainer Diego Maradona.
Die "Ottokratie" in Griechenland ist nach neun Jahren damit höchstwahrscheinlich beendet. Die Argentinier hatten dagegen nach zwei Siegen schon vor dem Anpfiff fast sicher als Sieger der Gruppe B und damit als Achtelfinalist festgestanden und deshalb eine B-Elf aufgeboten. Der Weltmeister von 1978 und 1986 wird von Mexiko herausgefordert.
Der 71 Jahre alte Rehhagel wollte sich direkt nach dem Schlusspfiff nicht zu seiner Zukunft äußern: "Ich gebe überhaupt keine Entscheidung bekannt, meine Zukunft ist meine Privatsache." Rehhagels langjähriger Co-Trainer Giannis Topalidis erklärte dagegen seinen Rücktritt: "Für mich ist nach diesem Spiel Schluss. Ich bedanke mich bei allen Fans, der Mannschaft und dem Verband."
Nach dem WM-Aus brauchen die Griechen Trost und Hilfe. Jens stößt solidarisch mit ihnen an. zum Video
Die Griechen verließen sich ausschließlich darauf, dass das zeitgleich stattfindende Spiel zwischen Nigeria und Südkorea in ihrem Sinne ausgehen würde. Die zweite Garde der Argentinier war immer noch stark genug, um Druck aufzubauen und den Hellenen kaum eine Chance zu lassen. Lediglich Georgios Samaras (48.), Stürmer von Celtic Glasgow, schnupperte an einem Torerfolg. Ansonsten waren die Griechen nicht in der Lage, die Abwehr des Gegners in Verlegenheit zu bringen.
Für Maradona war das Spiel eine Reise in die Vergangenheit. 1994 hatte er in den USA beim bislang einzigen WM-Duell der beiden Mannschaften (4:0) sein achtes und letztes WM-Tor geschossen. 16 Jahre später waren die Argentinier vor 38.891 Zuschauern im Peter-Mokaba-Stadion von Polokwane deutlich weniger dominant als damals - und das aus zwei Gründen: Otto Rehhagel setzte auf seine übliche Betontaktik, außerdem schonten die Südamerikaner sich für die K.o.-Runde. Maradona hatte seine Mannschaft auf sieben Positionen verändert.
Die Entscheidung in der Gruppe B ist gefallen: Südkorea rettet sich gegen Nigeria ins Achtelfinale, weil auch Griechenland gegen Argentinien keinen Stich machte. zum Video
Superstar Lionel Messi wurde allerdings nicht herausgenommen, sondern lief auf eigenen Wunsch von Beginn an als Kapitän auf. Zwei Tage vor seinem 23. Geburtstag wurde der Weltfußballer zum jüngsten Spielführer der argentinischen WM-Geschichte. Rehhagel stellte Sokratis Papastathopoulos als Sonderbewacher für Messi ab und schränkte die Kreise des Dribbelkönigs erheblich ein.
Da Messi also auf Schritt und Tritt verfolgt wurde, waren es zunächst andere, die die ersten Offensivakzente setzten. Maradonas Schwiegersohn in spe, Sergio Agüero, schloss einen Alleingang mit einem harten Schuss ab (18.), aber Torhüter Alexandros Tzorvas war ebenso auf dem Posten wie eine Minute später, als Juan Sebastian Veron aus der Distanz abzog.
In der zweiten Halbzeit wagten sich die Griechen notgedrungen etwas aus der Deckung, doch außer dem brandgefährlichen Schuss von Samaras sprangen dabei keine Chancen heraus. Für Argentinien hätte Mario Bolatti nach einer guten Stunde treffen müssen. Dies holten dann Demichelis und Palermo nach.
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Quelle: sid
Aki schrieb:
am 12. Juli 2010 um 00:30:06
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Griechischen Fußball
Also, dieses ganze unqualifizierte Gewäsch das hier so mancher abgibt haut doch dem Faß den Boden aus. Was habt ihr
denn alle? GR war 2000 noch rang 66 der Fifa, heute sind sie 13. und als ein kleines Land mit 11 Mio Einwohnern, kann es etliche sportliche Erfolge vorweisen in vielen Sportarten. Also stat. gesehen steht es besser da als manche anderen Großnationen. Ergo GR gehört zu den Großmächten des Sports auf der Welt, und irgendwann werden sie vielleicht auchmal ein WM halbfinale bestreiten.
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Harry schrieb:
am 23. Juni 2010 um 11:52:10
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Rehhagel
OttRehhagel -einer der größten Trainer aller Zeiten. Unabhängig v.d. EM 2004 war es ein noch größeres Kunststück, auf diesem
Schleuderstuhl so lange in Griechenland zu sitzen-und das zur Zufriedenheit der verantwortlichen.
Nun ist es aber Zeit zu gehen-bevor Du, wie Schumacher dies gerade tut, Dein eigenes Denkmal zerstörst. Aucxh hier in D warst Du der Größten einer. Nur der FC B hat das nicht erkannt. Wenn Du die Öffentlichkeit brauchst, löse den möchtegern-TraineNetzer ab-das wird eh Zeit!!!
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Kurti schrieb:
am 23. Juni 2010 um 11:08:13
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Rehagel
König Otto ist der Größte, der Mann ist mit zunehmendem Alter immer besser geworden. Ein Fels in der Brandung, ein wahrer moderner Herakles.
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