21.06.2010, 17:22 Uhr | sid
Mark Gonzalez (li.) feiert seinen Treffer gegen die Schweiz. (Foto: Reuters) Eine Stunde lang in Unterzahl und den Torjäger schon vor der Pause aus taktischen Gründen geopfert: Bis zur 75. Minute befanden sich Trainer Ottmar Hitzfeld und die Schweiz trotz aller Widrigkeiten auf dem Weg zu einem weiteren Punktgewinn bei der WM, dann waren alle Anstrengung vergeblich. Mark Gonzalez erzielte für Chile den Treffer zum 1:0 (0:0) und stieß für die Südamerikaner das Tor in die K.-o.-Runde weit auf. Die Schweizer müssen nun am letzten Spieltag gegen Honduras punkten, um die Chance auf das Achtelfinale zu wahren.
Nach einer zweifelhaften Roten Karte für Valon Behrami (31.) und der Auswechslung von Kapitän Alex Frei (42.) lieferten die Schweizer eine wahre Abwehrschlacht. Vor allem nach dem fragwürdigen Platzverweis gegen Behrami, der den Leverkusener Arturo Vidal ohne Absicht im Gesicht getroffen hatte, zogen die Chilenen ein wahres Powerplay auf. Chancen hatten die Chilenen nun in Hülle und Fülle, aber gegen den hervorragenden Wolfsburger Torhüter Diego Benaglio landete der Ball zunächst nur einmal im Tor - der Treffer von Alexis Sanchez wurde wegen Abseits nicht gegeben (48.).
Entgegen der Weisheit "Never change a winning team" hatte der Schweizer Coach Hitzfeld im Vergleich zum 1:0 gegen Europameister Spanien gleich drei Änderungen vorgenommen. Für den verletzten Abwehrchef Senderos spielte der Berliner Steve von Bergen, für die Leverkusener Bundesliga-Profis Tranquillo Barnetta und Eren Derdiyok standen Behrami von West Ham United sowie Kapitän und Rekordtorjäger Alexander Frei in der Anfangsformation. Bei den Chilenen feierte der gegen Honduras (1:0) schmerzlich vermisste Torjäger Humberto Suazo sein WM-Debüt.
Suazo war es auch, der bereits nach 70 Sekunden eine Gelbe Karte sah. Sein Foul im Mittelfeld stand für die Aggressivität, mit der die Chilenen schon frühzeitig den Spielaufbau der Schweizer zu stören versuchten. Es dauerte jedoch einige Minuten, bis sich beide Mannschaften an den phasenweise böigen Wind gewöhnt hatten, der ins Nelson-Mandela-Bay-Stadion fegte. Anschließend stellten die Südamerikaner mit ihrer Schnelligkeit und ihren technischen Qualitäten die Schweizer vor einige Probleme. Darüber hinaus ließ die gut organisierte chilenische Defensive kaum Chancen zu. Erst in der 89. Minute kam die Schweiz noch mal zu einer großen Torchance, doch Eren Derdiyok verpasste nach sehenswerter Kombination aus elf Metern.
Während die Medien "ein magisch anmutendes Meisterstück" bejubeln, bleibt der Trainer gewohnt gelassen. mehr zur WM 2010
In einem Spiel mit Haken und Ösen stand der kleinlich pfeifende Schiedsrichter Khalil Al Ghamdi (Saudi-Arabien) häufiger als nötig im Mittelpunkt. Während er in der 31. Minute Behrami nach einer vermeintlichen Tätlichkeit vom Platz stellte, zeigte er in der zweiten Halbzeit für eine ähnliche Szene Chiles Gary Medel nur eine von insgesamt neun Gelben Karten. Hitzfeld kommentierte den Platzverweis mit Sarkasmus: "Die Rote Karte war aus meiner Sicht keine. Das war nicht mal eine Gelbe. Ich finde, dass bei einer WM nur die besten Schiedsrichter pfeifen sollten, die auch sonst in den großen Ligen pfeifen - und nicht irgendwo am Strand."
So konnte sich Hitzfeld am Ende noch nicht mal über einen neuen WM-Rekord freuen, den sein Team aufgestellt hat: Sie durchbrachen in Port Elizabeth mit 559 Minuten ohne Gegentor in WM-Spielen die Bestmarke von Italien, das zwischen dem 17. Juni 1986 und 3. Juli 1990 550 Minuten lang keinen Gegentreffer kassiert hatte.
Nach seinem Rauswurf aus der französischen Nationalelf ist der Stürmer wieder in Europa. zum Video
Quelle: sid
schroederfreund schrieb:
am 22. Juni 2010 um 11:05:36
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Nörgler schrieb...
Merk als Vorzeige-SR, das meinen Sie doch nicht im Ernst?! Ich verweise auf ein Spiel 2006, als dieser Herr die USA total
verpfiffen hat! Auch Schalke wird sich an diesen Pfeifer nur ungern erinnern!
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Klaus schrieb:
am 22. Juni 2010 um 09:58:59
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Ah jaaaaa...
jetzt weiß ich es, es geht gar nicht um die beste Mannschaft, sondern darum welcher Schiri am meisten gelb/rot verteilt und die
meisten Fehlentscheidungen trifft..................Menno, das hätten die uns doch vorher sagen können, dann würde man sich nicht auf manche Spiele vorher freuen :-))
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rundleder schrieb:
am 22. Juni 2010 um 09:57:49
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WM ????
die Pfeifenheinis der FIFA sind die Krone der Lächerlichkeit.. wieso wird dieser "Weltverband " nicht einfach ignoriert ?
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