29.06.2010, 11:33 Uhr | sid
FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat Frankreichs Regierung vor einer Einmischung in die Belange des nationalen Fußball-Verbandes FFF gewarnt. "In Frankreich haben sie eine Staatsaffäre aus dem Fußball gemacht, aber der Fußball gehört in die Hände der Verbände", sagte der 74-Jährige bei einem Pressegespräch in Johannesburg.
"Der französische Fußball kann auf die FIFA zählen, sollte es zu politischen Einmischungen kommen - selbst, wenn es auf der Präsidenten-Ebene geschieht", so der Schweizer. "Das ist eine klare Botschaft. Sollten alle weiteren Konsultationen scheitern, bleibt uns als einziges Mittel die Suspendierung des Verbandes."
Nach dem WM-Vorrundenaus der französischen Auswahl in Südafrika, das von skandalösen Umständen begleitet war, hatte Verbandschef Jean-Pierre Escalettes am Montag seinen Rücktritt erklärt. Es fand sogar zuvor eine direkte Einmischung statt, denn Frankreichs Sportministerin Roselyne Bachelot hatte erklärt, ein Rücktritt des 75-jährigen Escalettes sei "unvermeidlich".
FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke, selbst ein Franzose, fand am Sonntag bereits deutliche Worte: "Ich habe der französischen Sportministerin gesagt, dass sie vorsichtig sein soll. Kein Politiker kann einen Sportfunktionär zum Rücktritt zwingen. Wir schauen genau hin. Das gilt für Frankreich genauso wie für jedes andere Land." Einen Bonus für ein europäisches Land gibt es laut FIFA-General Valcke nicht. "Es wird nicht mit zweierlei Maß gemessen, weil es sich um ein europäisches Land handelt. Sobald es eine Einmischung gibt, wird die FIFA reagieren."
Während der WM gastierten "Les Bleus" in Knysna. Die Bewohner erinnern sich mit Schrecken. zum Video
Für Staatspräsident Nicolas Sarkozy ist das Ganze bereits zum Politikum geworden. Er hatte für ein Gespräch mit Nationalspieler Thierry Henry sogar ein Treffen mit Hilfsorganisationen zur Vorbereitung des G20-Gipfels abgesagt. Außerdem berief Sarkozy für Oktober eine Generalversammlung des französischen Fußballs ein. Die FIFA reagiert im Normalfall empfindlich, wenn eine Regierung die Verbandshoheit nicht respektiert und versucht, selbst Fußball-Politik zu machen.
Zuletzt gab es unter anderem Suspendierungen des nationalen Verbandes des Irak, von Kenia und El Salvador. Schon wiederholt hatte es diesen Warnschuss seitens der FIFA für einige Länder gegeben, in denen die Autonomie des Fußballverbandes nicht gewahrt worden war.
Quelle: sid
TT schrieb:
am 29. Juni 2010 um 19:35:04
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Blatter und Co.
Natürlich müssen diese Funktionärsfuzzis bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit Wind machen, um ihre
Daseinsberechtigung unter Beweis zu stellen. Kein Mensch weiß, wieviele Millionen diese Schaumschläger an Gehältern und Spesen kassieren, dagegen sind sogar unsere Politiker noch transparente Lämmchen. Immer nach dem Motto: Keine Ahnung, aber davon reichlich.
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Manuel schrieb:
am 29. Juni 2010 um 19:33:53
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...
Es ist immernoch nur Fussball und Sport.. ich glaube nicht, dass die Niederlage von Frankreich bei der Fussball Weltmeisterschaft
Frankreich in den Ruin treiben wird oder, dass das nun politische konsequenzen haben wird für Frankreich. Waere laecherlich, wenn die Deutschen jetzt Krieg gegen die Franzosen führen würden, nur weil die rausgeflogen sind.. ich lach mich echt kaputt.. Spanien geht auch nciht unter, nur weil Alonso letztes Jahr nicht Formel 1 Weltmeister geworden ist :D
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Jockele schrieb:
am 29. Juni 2010 um 19:25:43
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FIFA
Das skandalöse Auftreten von Ribery und Co. ist durch nichts zu entschuldigen. Sie haben Ihrem Land großen Schaden zugefügt.
Dies zu
beurteilen ist absolut nicht Sache der FIFA.
Diese machtgeilen Funktionäre überschätzen sich.
Es ist an der Zeit ihren Machtansprüchen entgegenzusetzen.
Größenwahn sollte durch Missachtung in der Öffentlichkeit bestraft werden.
Die dann fehlenden Einnahmen werden wehtun.
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