17.06.2010, 12:18 Uhr | dpa/t-online.de
Die TV-Digitaltechnik verzögert die Torfreude bei der Fußball-WM 2010. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Kristallklares Bild und eine riesige Programmauswahl - Digitalfernsehen ist wunderbar. Doch zur Fußball-Weltmeisterschaft offenbart die neue Technik auch Schwächen. Wenn aus der Nachbarswohnung schon Jubelgeschrei ertönt, während auf dem eigenen Schirm Poldi erst zum Schuss ansetzt, verhagelt dies manchem Fan die Spannung beim Fußballgenuss.
Zuerst der Torjubel, dann der Torschuss – viele Fernsehzuschauer erfahren zurzeit, dass live nicht gleich live ist. Als sich unlängst die Nachbarn bereits über den ersten deutschen WM-Treffer freuten, hechtete ein Haus weiter Poldi noch über den Bildschirm. Bis alle TV-Gucker in Deutschland das deutsche Führungstor in Durban mitbekommen hatten, waren zum Teil lange Sekunden vergangen.
Wer analog WM schaut, kann zuerst jubeln. Im Gegensatz zum herkömmlichen Analogempfang kommt mit der Digitaltechnik das Bild aus Südafrika mit Verzögerung am heimischen Fernseher an, wie Sprecher von Fernsehanstalten und Kabelnetz-Betreibern bestätigten. Seitdem es Satelliten-TV gibt, gehört der verzögerte Empfang von Fernsehbildern zum Alltag. Das Signal muss 36.000 Kilometer aufsteigen und wieder herunter. Dafür benötigt es einen Sekundenbruchteil länger als die Übertragung über Antenne.
Für die digitalen Verbreitungswege Kabel (DVB-C), Terrestrik (DVB-T), Satellit (DVB-S bzw. DVB-S2) sowie über das Internet müssen die Programme in einem aufwändigen und zeitintensiven Rechenprozess "codiert" werden, wie es in einem ZDF-Leitfaden heißt. Zuhause beim Zuschauer müssen die Programme wieder von den digitalen Empfangsgeräten "decodiert" werden. Auch dieser Prozess nimmt Zeit in Anspruch und hängt vom Decoder ab. Doch auch mit der Einspeisung in das Kabelnetz können weitere wertvolle Sekunden hinzukommen – ein Ärgernis, wenn es etwa Elfmeterschießen gibt. "Das summiert sich auf der ganzen Strecke", wie ein Sprecher von Kabel Deutschland bestätigt. "Wegen vieler Faktoren und Varianten ist es schwierig, genau vorherzusagen, welcher Weg beim Zuschauer am schnellsten ankommt", erklärte ein ZDF-Sprecher. Zwischen dem schnellsten und dem längsten Übertragungsweg liegt manchmal bis zu einer halben Minute.
So lässt sich das Computerbild auf dem Fernseher anzeigen. zum Video
Allerdings: Eine wirkliche Alternativ ist Analog-TV nicht. Die Vorteile wie die hohe Bildqualität, die Sendervielfalt und so manches Komfortschmankerl überwiegen. Wer IPTV nutzt, kann sich zum Beispiel traumhafte Tore oder strittige Schiedsrichterentscheidungen beliebig oft in der Wiederholung anschauen. Zudem ist das analoge Antennen-Fernsehen weitgehend Geschichte. Antennen gibt es zwar noch immer, aber vor allem für den terrestrischen Digital-Empfang (DVB-T).
Experten warnen vor Fernseher-Fehlkauf: Vermeintlich billige Flachbild-Fernseher entpuppen sich schnell als teure Kostenfalle. Stromfresser-TV
Quelle: dpa
lupus schrieb:
am 2. Juli 2010 um 10:24:08
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Sperling
Erkläre mich hiermit solidarisch mit Sperling. bin selber Hobbysportler, kein Griesgram, finde Fussball trotzdem eher langweilig
(nicht mein Sport) und nutze die WM-Übertragungszeiten zum Skaten auf leeren Strassen. Und dabei treffe ich dann viele Gesinnungsgenossen. Glaub mir, lieber Sperling, wir zwei sind nicht die Einzigen mit anderen Interessen, auch wenn man uns das glauben machen will.
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Alibaba schrieb:
am 20. Juni 2010 um 18:24:41
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Fussball
Die ganze WM ist Mist - Früher oder Später
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eisvogel schrieb:
am 19. Juni 2010 um 13:05:09
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Übertragung
ist doch egal ob Poldi 30 sekunden früher oder später verschießt. Wie kann man nur dieses Ballgekicke zu seinem Lebensinhalt machen????
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