14.07.2010, 07:52 Uhr | t-online.de
Michael Ballack hatte überstürzt das deutsche WM-Quartier verlassen. (Foto: dpa)
Die plötzliche Abreise von Michael Ballack aus dem WM-Trainingsquartier der deutschen Nationalmannschaft in Südafrika hat viele Fragen aufgeworfen. Offiziell wurde seine überraschende Rückkehr nach Deutschland zwei Tage vor dem Halbfinale gegen Spanien damit begründet, dass aufgrund des guten Heilungsverlaufs seiner Verletzung Reha-Maßnahmen in der Heimat besser wären als vor Ort. Doch das ist nur Begründung für die Öffentlichkeit. Intern sah es ganz anders aus. Immer mehr Details sickern durch, warum der Neu-Leverkusener Hals über Kopf die Heimreise angetreten hatte.
Ballack musste bei seiner Ankunft im Hotel Velmore Grande schnell feststellen, dass weder Teamkollegen noch Betreuerstab viel Zeit mit ihm verbrachten oder verbringen wollten. Die medizinische Abteilung kümmerte sich nur dann um Ballack, wenn kein anderer Nationalspieler Pflege brauchte. Wie die "Sport-Bild" berichtet, war das aber nur vor 10 Uhr oder nach 22 Uhr der Fall.
Überhaupt wirkte Ballack in Südafrika wie ein Fremdkörper in der großen DFB-Familie. Zwar hielt er hin und wieder einen Plausch mit Miroslav Klose oder Per Mertesacker und saß beim Essen sogar neben Philipp Lahm, der ihm zuletzt sogar eine Kampfansage um die Kapitänsbinde machte, doch viel mehr war da nicht. Angeblich ließen ihn viele Spieler spüren, dass sie sein Verhalten während der EM 2008 nicht vergessen haben.
Damals sorgte sein rüder Führungsstil immer wieder für Kopfschütteln und Frustration. Höhepunkt war seine Meckerei über die Tatsache, dass Spielerfrauen im Hotel anwesend waren. Seine eigene Gattin Simone konnte nicht in die Schweiz reisen, da sie sich um die schulpflichtigen Kinder kümmern musste. "Ich glaube, es hat sich einiges herauskristallisiert. Wir haben mittlerweile einige neue Spieler, die mehr Verantwortung übernehmen. Dazu gehört der Mannschaftsrat", sagte Arne Friedrich, der zusammen mit Klose, Bastian Schweinsteiger und Lahm diesem Gremium angehört. Friedrich gilt seit längerem nicht gerade als Ballack-Freund und geigte ihm bei der EM 2008 auch mal die Meinung.
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Nachdem der ehemalige Chelsea-Spieler nach seiner Ankunft im WM-Quartier schnell feststellen musste, dass seine Anwesenheit mehr geduldet denn erwünscht war, spielte er laut "Sport-Bild" die beleidigte Leberwurst. Angeblich soll der 33-Jährige unmittelbar vor dem Viertelfinalkracher gegen Argentinien in der Mannschaftskabine unmotiviert mit seinem Mobiltelefon herumgespielt haben, anstatt seine Kollegen für den Kracher gegen die Südamerikaner zu motivieren.
Ob er seine Karriere in der Nationalmannschaft fortsetzen wird, steht in den Sternen. Fakt ist, dass Ballack unbedingt bis zur EM 2012 weitermachen will. Dann wäre er 35 Jahre alt. In Schweinsteiger hat er sogar einen nicht ganz unwichtigen Fürsprecher. Allerdings muss sich Ballack an das neue Spielsystem von Joachim Löw, sollte dieser Bundestrainer bleiben, anpassen. Das sieht Tempo-Fußball mit schnellen Kombinationen vor.
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Doch Ballacks einstige unantastbare Führungsrolle ist dahin. Der Riss des Syndesmosebands im rechten Knöchel und dem darauffolgenden WM-Aus sowie das starke Auftreten des DFB-Teams in Südafrika haben eine völlig neue Hackordnung hervorgebracht. Ballack muss sich ab sofort einordnen, um weiterhin den Adler auf der Brust tragen zu können.
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Quelle: t-online.de
calcionetta schrieb:
am 18. Juli 2010 um 00:11:47
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Ballack ade
Time to say good bye... lalalala lalalala
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Silberruecken schrieb:
am 17. Juli 2010 um 15:29:58
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Ballack
Gebe vielen Usern Recht. Er WAR ein guter Spieler. Aber auch seine Zeit läuft mal ab. Sein ganzes Theater in Süd Afrika war doch
nur Schaulaufen. "Ich bin immer noch der Kapitän. Und es gibt eine Hackordnung". Und Hr. Ballack, es Gab einen Torsten Frings. Wir hätten zum Abschiedspiel alle Beifall geklatsch. Jetzt werden Sie öfters Pfiffe hören. Versprochen!
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logo schrieb:
am 17. Juli 2010 um 12:30:19
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Ballack
Bei der Nationalmannschaft nimmt keiner Rücksicht auf andere. Warum sollte es also Ballack tun. Er weiss dass Löw und Lahm ihn aus
der Mannschaft raushaben wollen, das ist doch ein offenes Geheimnis. Löw muss weg, dann gilt endlich das Leistungsprinzip wieder, ein Mischung aus verdienten erfahrenen Spieler und jungen Talenten aus der U21. Nichts was Löw geleistet hat, der verläßt sich nur auf seine Weichspüler, die er formen kann wies ihm gefällt. Der DFB muß eine neue Trainer Ära einleiten
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